Juni 23, 2017

Floridas Thrills

Floridas Thrills, Kraken
Yeahhh

Im Sonnenstaat Florida gibt es nicht nur Sonne hier finden Thrillseeker auch viele Hochgeschwindigkeitsattraktionen – also Floridas Thrills.

Buschgardens Tampa ist ein Freizeitpark der Annheuser Buschgruppe der ca. 100 Meilen westlich von Orlando liegt. Hier findet man unter anderem eine Vielzahl an Achterbahnen in verschiedenen Themenbereichen. Wie betreten den Park und folgen rechtsherum dem Rundlauf. Als erstes erreichen wir „Katonga“ und sehen den Doppelwoodencoaster „Gwazi“ von Great Coaster International. Leider ist nur eine Spur geöffnet – der „Gwazi – Lion“. Die Fahrt ist sehr rau. Obwohl die Bahn erst 1999 gebaut wurde so fährt sie sich eher wie eine wesentlich ältere Variante. Unser Besuch liegt bereits einige Jahre zurück und mittlerweile hat sich der Park von der Attraktion getrennt. Sie wurde demontiert und verschrottet. Man kann davon ausgehen, dass die Gründe hierfür genau dort lagen, dass eine Fahrt einer Körperverletzung sehr nahe kommt.

Wir folgen weiter dem Weg und betreten „Stanleyville“. Bereits von weitem sehen wir eine große  Errungenschaft des Parks. „Sheikra“ ist nach dem Prototyp „Oblivion“ im englischen Alton Towers die weltweit zweite „Divingmachine“ von Bolliger & Mabillard. Wir nehmen in einem der insgesamt 24 Personen fassenden Wagen platz und schließen die äußerst komfortablen Bügel. Schon rollt der Wagen aus dem Bahnhof auf den steilen Lifthill. In ca. 60 m angekommen rollen wir langsam aber sicher um eine Kurve auf den ersten Drop zu. Uns überkommt ein mulmiges Gefühl als der Wagen über die Kuppe des Drops rollt und von der Haltebremse gehalten wird. Wir schauen in den Abgrund. „Mein Gott ist das hoch und steil“ schießt uns durch den Kopf. Doch viel mehr Zeit bleibt uns nicht denn schon rasen wir mit hoher Geschwindigkeit in den Abgrund. Der Drop endet in einem Immelmann der uns wieder Richtung Himmel bringt. Nach einer Helix erreichen wir den 2. Drop. Dieser führt – wieder im 90 Grad Winkel – durch einen Tunnel zu einer überneigten Kurve. Diese entlässt den Wagen auf eine Gerade die durch ein Wasserbecken führt. Aber keine Angst als Passagier bekommt man keinen Tropfen Wasser ab. Anschließen folgt eine Kurve und schließlich die Schlussbremse. Wir sind begeistert und uns überkommt ein Gefühl gleich noch mal fahren zu wollen. Im Themenbereich „Stanleyville“ findet man neben „Sheikra“ auch noch die Wildwasserbahn „Stanley River Falls“ eine Standart Logflume Anlage der Firma Mack sowie die Wildwasserbahn „Tidal Wave“ eine Shoot the Chute Anlage von Intamin. Sie beinhaltet einen Doubledowndrop und echten „Soakfaktor“. Wir gehen weiter und betreten den Themenbereich „Congo“. Hier gibt es die Wildwasserbahn „Congo River Rapids“ – eine River Rapid Anlage mit 12 – Personen – Rundflossen der Firma Intamin. Sowie die Looping – Steel- Achterbahn „Kumba“. Bei letzterer handelt es sich um einen Sitdown Loopingcoaster der Firma B &M mit 7 Inversionen. Leider konnten wir diese Anlage nicht testen da sie wegen Umbau geschlossen war. Außerdem kann man hier die „Python“ besteigen – ein so genannter Corcscrewcoaster  der Firma Arrow aus dem Jahr 1977. Der 2 Corcscrews bietet. Der nächste Themenbereich ist „Timbuktu“. Hier gibt es neben vielen Spielbetrieben den „Scorpion“ – einen Loopingsteelcoaster vom Typ „Silverarrow“ die 1981 von Schwarzkopf gebaut wurde. Die Bahn enthält einen Vertikallooping und ist eine der wenigen Bahnen in den USA die ohne Schulterbügel auskommt. Die Wildemaus von Mack trägt den Namen „Cheetha Chase“. Hier gibt es auch die beiden einzigen Hochfahrgeschäfte der Parks: ein Kamikaze und eine Art Polyp. Unser letzter Stopp ist Ägypten, die Heimat von „Montu“ – einem Inverted Coaster von B & M aus dem Jahr 1996. Die Bahn bietet neben 7 Inversionen insgesamt 1214 Streckenmeter. Nach einer Fahrt sind auch wir überzeugt.

Unsere zweite Station ist Seaworld.

Der Park liegt in Orlando selbst und hat seinen Schwerpunkt auf den Meeresbewohnern und Shows. Aber auch hier kann man Coaster und eine Wildwasserbahn testen. Bei unserem Besuch, war der  Coaster Kraken noch ganz allein im Park und man konnte ihn schon von weitem sehen.  Es handelt sich um einen Floorlesscoaster der Schweizer Firma B & M der 2000 zum Sortiment des Parks hinzugekommen ist. Wir nehmen in einer der 4-sitzigen Reihen platz und schließen unseren Bügel. Nachdem der Boden runter gefahren ist hängen unsere Beine frei. Schon verlassen wir gemächlich den Bahnhof, rollen durch eine Kurve und erreichen den Lifthill der uns auf  45m zum höchsten Punkt bringt. Der Zug macht einen Minimalen Drop und durchfährt eine Rechtskurve um uns in den First – Drop zu stürzen. Die Passagiere schreien vor Freude während wir an Geschwindigkeit gewinnen und durch den 1. Vertikallooping rasen. Direkt folgt ein Dive – Loop und eine Zero-G-Roll die uns – wie es scheint – aus den Sitzen hebt. Viel Zeit zum Luft holen bleibt uns jedoch nicht denn wir rasen direkt in eine Cobraroll die uns in eine überneigte Linkskurve und schließlich in eine Bremsstrecke führt. Nachdem wir kurz Luft geschnappt haben geht es direkt weiter. Der Zug macht einen Linksdrop durch einen Tunnel, passiert 2 Corcscrews und erreicht nach 2,2  Minuten Fahrtzeit und 7 Inversionen die Schlussbremse. Begeisterung und Freude macht sich bei uns breit. Selten so einen guten Coaster gefahren. „Journey to Atlantis“ ist die Wildwasserbahn des Parks. Eigentlich ist die von Mack gebaute Bahn sogar ein „Watercoaster“. Die Bahn ist liebevoll thematisiert und bietet neben einem großen Drop auch einen Achterbahnteil und einige vom Rand steuerbare Wasserspiele die die Passagiere nass machen. Die Fahrt an sich ist sehr schön obwohl der Achterbahnteil sich recht rau fährt und die Passagiere ganz schön durchgerüttelt werden.

Unser nächster Halt: Islands of Adventure

Wir betreten den Park und finden uns in einer bunten, knalligen Welt wieder. Unser erstes Ziel: Marvel Super Hero Island. Willkommen im Land der Helden wo uns als erstes gleich ein grünes Stahlmonster ins Auge fällt. Darf ich vorstellen: „ The Incredible Hulk Coaster“! Wir sind bereit für eine Probefahrt und nehmen ungeduldig Platz. Der Zug rollt auf den Lifthill. Mit Geratter rollen wir höher und höher. Der Zug beschleunigt, wir werden in unseren Sitz gedrückt und passieren am Ende des Tunnels eine Zero – G- Roll. Der Rest der Fahrt ist zwar sehr schnell aber wenig spektakulär. 6 weitere Inversionen werden durchfahren. Bei dieser Bahn ist etwas eingetreten was wir nie für möglich gehalten hätten. Die Bahn teilt einige hässliche Nackenschläge aus. Vorher sind wir noch nie einen Coaster von B & M gefahren der rau und unruhig fährt. Wir gehen weiter und sehen zwei 55m hohe Stahltürme. Vom Eingangsportal lacht uns Dr. Doom böse entgegen. Bei Dr. Dooms teuflischem Experiment – Fearfall- handelt es sich um 2 Standart Space Shots von S & S.
Wir gehen weiter und passieren „ The Amazing Adventures of Spiderman –  eine Simulationsanlage. Wir betreten „Toon Lagoon“ und stehen vor „Popeye’ s and Bluto’s Bilge – Rat Barges“. Hierbei handelt es sich um eine Riverrapids Anlage mit 12-sitzigen Booten. Die Anlage ist poppig, bunt thematisiert und bietet neben vielen Wassereffekten auch hohe Wellen, Stromschnellen und eine Abfahrtähnliche Stromschnelle. Die Bahn ist nicht nur sehr gut sondern auch sehr, sehr, sehr nass. In „Toonlagoon“ gibt es noch eine Wildwasserbahn – „Dudley Do – Right’s Ripsaw Falls“ ein Logflume von Mack – die als beste ihrer Art gilt. Leider konnten wir diese Bahn nicht testen da sie wegen Umbau geschlossen war. Der nächste Themenbereich ist Jurassic Park der sehr gelungen thematisiert ist. Hier gibt es „Pteranodon Flyers“ eine leider etwas zu kurz geratene „Batflyer“ – Anlage von Caripro. „Jurassic Park River Adventure“ ist ein Shoot the Chute der Firma Hopkins Rides. wir sind bereit für eine Testfahrt in einem der großen gelben Boote. Nach einem kleinen Lift und einer kleinen Abfahrt fahren wir nach einer Linkskurve durch das riesige Jurassic Park Portal. Eine Stimme erzählt uns etwas über die Dinosaurier die wir passieren, welche auch mit einigen Wasserspielen ausgestattet sind. Unser Boot schwimmt weiter und es erscheint als ob es vom Normalen Weg abgebracht wird direkt in das Raptorgehege. Die Stimme warnt das Boot nicht zu verlassen, Hilfe sei unterwegs. Wir erreichen ein Gebäude worin sich ein großer Lifthill befindet. Während wir hoch gebracht werden sehen wir rechts und links wilde Raptoren. Oben angekommen rollen wir um eine Kurve direkt auf einen T- Rex zu. Kurz bevor wir den T- Rex erreichen stürzt sich unser Boot den  großen Drop runter. Kurze Zeit später erreichen wir vollkommen durchnässt den Bahnhof. Unser Resume – Eine der besten Bahnen ihrer Art. Der nächste und letzte Themenbereich des Parks ist „The Lost Continent“ Die Hauptattraktion: „The Duelling Dragons“ – die mittlerweile umbenannt wurden in „Dragon Challenge“ – 2 Inverted Coaster von B & M mit verschiedenen Streckenführungen. Allerdings fahren die Coaster immer dicht nebeneinander, untereinander und aufeinander zu. Der Chinese Fireball hat rote Schienen, ist 975 m lang, 38 m hoch und hat 5 Inversionen (2 Immelmann, Loop, 2 Corcscrew).
Der Hungarian Horntail  hat blaue schienen, ist 975 m lang,  38 m hoch und hat 5 Inversionen (Zero – G – Roll, Cobraroll, Loop, Corcscrew).
Wobei für uns derChinese Fireball den größeren Fahrspaß bringt.
Die Universalstudios Orlando liegen direkt neben Islands of Adventure. Der Schwerpunkt dieses Parks liegt auf Shows und Simulatoren. Aber auch hier findet man  Achterbahnen. Die 2004 eröffnete „Revenge of the Mummy“ ist ein Indoor Lim Launch Track Coaster von Premier Rides. Die Bahn ist eine Mischung aus Show und Achterbahn. Die Thematisierung und die Effekte sind sehr gut umgesetzt. Allerdings gibt die Bahn dem Thrillseeker nicht wirklich den gewünschten Kick obwohl sie über 3 Beschleunigungsstrecken verfügt. Außerdem ist der Fahrtablauf recht unruhig.

Last but not Least…

Walt Disney World liegt etwas außerhalb von Orlando und ist in 4 eigenständige Parks aufgeteilt: Magic Kingdom, Epcot, Disney’s Animal Kingdom und Disney’s MGM Studios.
Das Magic Kingdom ist der älteste der 4 Themenparks und ist in 4 große Themenbereiche aufgeteilt. –Frontierland, Adventureland, Fantasyland und Tommorrowland.
Um den Park herum fährt eine Dampfeisenbahn – der Walt Disney World Railroad“ –  die in jedem Themenbereich hält. Unser 1. Stopp: Frontierland.
Wir machen uns auf den Weg zu „Splashmountain“ und nach 25 Minuten nehmen wir in einem der 8 Personen fassenden Boote platz. Die Fahrt führt vorbei an liebevoll gestalteter Animatronik ala Disney sowie an einigen Wasserspielen. „Splashmountain“ beinhaltet 3 Drops. 1 Drop beginnt in vollkommener Dunkelheit und nimmt einen Bunnyhop bevor er im Wasser endet. Der 3. Drop ist extrem hoch und das Boot erreicht eine recht hohe Geschwindigkeit. Dennoch wird man nicht sehr nass. Beim Aussteigen sind wir begeistert. Die 2. Großattraktion in Frontierland ist „Big Thunder Mountain Railroad“ Ein in Eigenproduktion gefertigter Mine Train aus dem Jahr 1980. Die Bahn hat 3 Lifthills und fährt um bzw. durch ein riesiges Felsmassiv. Die Fahrt ist recht rau und unruhig für einen Mine Train. In Tommorowland finden wir „Space Mountain“ einen Indoorcoaster in vollkommener Dunkelheit der 1979 erbaut wurde. Die Anlage wurde in Eigenproduktion gefertigt und hat nichts gemeinsam mit ihrem großen Bruder in Paris. Findet man hier immer hin einen Lim Launched Loopingcoaster der niederländischen Firma Vekoma so erinnert die Fahrt und auch die Chaisen in Orlando doch mehr an die alten  Jet Star 2 – Anlagen von Schwarzkopf. Animalkingdom ist als letzter – 1990 – zu den Disneyparks hinzugekommen. Wir begeben uns in den Themenbereich Asien zu der 1. Großattraktion. Die Wildwasserbahn „Kali River Rapids“ geht vorbei an einer liebevoll und aufwendig gestalteten Tempellandschaft mit einigen raffinierten Wasserspielen. Der Rapidriver garantiert echten Nässefaktor schon alleine durch die große Abfahrt. Ebenfalls in Asien entsteht gerade die neue Attraktion Expedition Everest. Ein Mine Train der Firma Mack der um ein riesiges Felsmassiv sowohl vorwärts als auch rückwärts fahren wird. Die Eröffnung ist für Frühling 2006 geplant. In Dinoland U.S. findet man eine Standart- Spinning Mouse von Reverchon mit dem Namen „Primeval Whirl“.
In Disney’s MGM Studios dreht sich alles um das Thema Film. Die Achterbahn „Rock’n’Rollercoaster“ ist ein LSM – Coaster von Vekoma mit 3 Inversionen. Die Thematisierung ist sehr gut gelungen. In der Preshow sieht man Aerosmith und wird von der Band zu ihrem Konzert eingeladen. Die Achterbahnchaisen die als Limosinen thematisiert sind sollen die Besucher dort hin bringen. Im gesamten inneren der Bahn ertönen Songs von Aerosmith. Vor dem start sieht man eine Ampel die von rot über gelb auf grün schaltet während man Motorgeräusche hört. Im inneren der Bahn findet man Leuchtreklamen und Lasereffekte. Die Fahrt selbst teilt nach dem Start, welcher unheimlich intensiv ist –wie für Vekoma üblich- viele unangenehme Ohrfeigen aus. Direkt gegenüber von „Rock’n’Rollercoaster“ steht „The Tower of Terror“ eine Freefalltower ähnliche Anlage. In Fahrstühlen sitzt man in 3 Reihen. Allerdings gibt es keine Schulterbügel sondern nur Autogurtähnliche Bauchgurte. Die Fahrt beginnt und der Aufzug bewegt sich nach unten. Die Türen gehen auf und man sieht Geister die über die Twilightzone erzählen. Der gesamte Aufzug fährt aus dem Schacht raus, ein Stück nach vorne in den nächsten Schacht. Die Türen gehen zu und der Aufzug fährt nach oben. Er stoppt ab und schießt nach oben. Die Türen gehen auf und man kann einen kurzen Blick über den Park wagen bevor sie sich wieder schließen und der Aufzug fällt. Die Kabine pendelt so mehrmals hin und her. Beim Freefall hat man das Gefühl regelrecht aus dem Sitz gehoben zu werden. Wieder unten angekommen fährt der Aufzug zum Ein- und Ausstiegsbereich zurück.

Ein Außenseiter….

Magical Midway ist ein kleiner Freizeitpark mitten in Orlando. Er hat allerdings mehr Ähnlichkeit mit einer Kirmes als mit einem Freizeitpark da man für jede Fahrt einzeln zahlen muss. Hier gibt es einen  55m hohen Standart – Space Shot von S & S mit dem wenig originellen Namen „Space Blast“. Der allerdings seltsamer Weise insgesamt nur 4 Sitze hat. Die neueste Attraktion des Parks ist ein 65m hoher Starflyer von Funtime. Außerdem gibt es 2 Go-Kartbahnen und ein Rundfahrtgeschäft. Die größte Attraktion des Parks ist der Slingshot. Eine 90m hohe Bungeekugel von Funtime. Kugel ist eigentlich zuviel gesagt denn um die Sitze befindet sich nicht wie üblich eine Stahlkonstruktion sondern die Sitze sind vollkommen frei an den Stahlseilen befestigt.
Zum guten Schluss gab es noch eine „Screaming Swing“ von S & S mitten in Orlando. Diese konnten wir leider nicht testen weil sie wegen technischem Defekt geschlossen war.

Wenn ihr euch nun wundert, dass einige Attraktionen fehlen, dann solltet ihr wissen, dass der Besuch der Parks im Jahre 2006 war – also einige Jahre zurück liegt!

(Text/Fotos: Redaktion)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*